Systemisches Denken * Homöopathie * Urtinkturen
Idee des systemischen Denkens
Beim systemischen Denken wird der Mensch nicht isoliert betrachtet, sondern immer im Zusammenhang mit seinen Beziehungen, Rollen und unausgesprochenen Loyalitäten. Viele Schwierigkeiten, die sich heute zeigen (z.B. Ängste, Blockaden, wiederkehrende Beziehungskonflikte), werden als Ausdruck von Spannungen im System begriffen, die manchmal über Generationen hinweg wirksam sind. Statt nur an einzelnen Symptomen zu arbeiten, treten wir einen Schritt zurück und betrachten das „ganze Bild“.
Durch die Aufstellung wird dieses innere Bild räumlich dargestellt: Beziehungen, Nähe und Distanz, Zugehörigkeit, Ausgeschlossene, ungelöste Konflikte oder Belastungen erhalten einen Platz im Raum und werden so erlebbar, werden integriert und müssen im Leben nicht mehr ausgelebt werden.
Idee der Homöopathie
Homöopathie ist in seiner Form eine stark verdünnte und „potenzierte“ Substanz, die in unverdünnter Form bei Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen wie die Beschwerden des Kranken. Grundlage ist das Ähnlichkeitsprinzip („Ähnliches mit Ähnlichem heilen“): Ausgehend von einer sehr individuellen Anamnese wird ein Mittel gewählt, das zum gesamten körperlichen und seelischen Symptombild passt und die Selbstregulation des Organismus anregt.
Idee der Urtinktur
Urtinkturen sind konzentrierte pflanzliche (oder andere natürliche) Auszüge, die in der Homöopathie als Ausgangsstoff für die weiteren Potenzen dienen und selbst noch deutlich stofflich wirken. Sie enthalten in relativ hoher Konzentration die wirksamen Bestandteile der jeweiligen Heilpflanze, sodass ihre Wirkung eher der klassischen Phytotherapie ähnelt: direkt, körperbezogen und häufig schneller spürbar als bei hohen Potenzen.
Urtinkturen greifen vor allem auf der physiologischen Ebene an – zum Beispiel auf Schleimhäute, Verdauung, Kreislauf, Haut oder Bewegungsapparat –, je nach spezifischer Arznei und ihrem bekannten Wirkprofil. Sie können innerlich (in Tropfenform, meist in Wasser verdünnt) oder äußerlich angewendet werden und eignen sich oft zur Behandlung akuter oder deutlich lokalisierter Beschwerden, während höhere Potenzen eher auf die regulierende, „dynamische“ Ebene von Organismus und Lebensrhythmus zielen.
In allem, was uns schlimm begegnet,
Hat uns die Umkehr Gott gesegnet
Und deutenden Verstand als Macht.
Er löst durch ungezählte Gnaden
Das Leben aus Gefahr und Schaden
Und schenkt uns Sterne in der Nacht.
Emil Schlegel